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Barsoi
Barsoi-Bücher

Dieser große Windhund mit z.T. über 80 cm Schulterhöhe war früher der Hund des russischen Adels, der mit ihm auf Wolfsjagd ging. Der Untergang des Zarenreiches war fast auch der Untergang der Barsois. Da diese mit dem Adel in Verbindung gebracht wurden, tötete man sie zusammen mit ihren Herren. Überlebt hat der Barsoi nur dadurch, daß er in Europa bereits Freunde in der gehobenen Gesellschaft gefunden hatte.
Leider haben die Barsois nur eine sehr kleine Zuchtbasis, dadurch bedingt ergeben sich häufig Verhaltens- und Gesundheitsprobleme.
Von einem Barsoi ist mir bekannt, daß er nur Probleme mit seinen Beinen hat, die er sich immerwieder verletzt. Ich kann mich nicht erinnern, diesen Hund jemals ohne Verband an einem seiner Beine gesehen zu haben. Wenn man sich die zierlichen Beine dieses großen Hundes ansieht, kann man sich vorstellen, daß sie nicht viel aushalten. Auch gegenüber anderen Hunden zeigen sich Barsois oft nicht sehr tolerant.
Oliver Kube

Ihrer Meinung von der Anfälligkeit des Barsoi kann ich nicht zustimmen. Ich habe seit 1961 diese Rasse und züchte seit 1968. Keiner meiner Barsois hatte jemals einen Beinbruch oder war krankheitsanfällig. Es kommt immer auf die Auswahl der Zuchttiere an. Zu enge Linienzucht kann degenerierend wirken mit den von Ihnen genannten Folgen. Das trifft aber auf alle Rassen zu. Die Zuchtbasis ist durchaus breit, da grenzüberschreitend gezüchtet wird. Nur ist der Bekanntheitsgrad der Barsoirasse nicht sehr groß, weil es eben keine alltägliche Rasse ist, wie zum Beispiel der Deutsche Schäferhund. Ich nehme an, Ihre Kenntnisse orientieren sich an einem negativen Beispiel. Jährlich finden viele Ausstellungen und Windhundrennen statt, wo der Barsoi verhaltensmäßig keine Probleme mit anderen Hunden hat und wo seine Beine auf der Bahn oder im Coursinggelände auf das Äußerste und vor allem ohne jegliche Verletzungen beansprucht werden. Der Standard verlangt einen kräftigen Knochenbau!
Mit freundlichen Grüßen
Cornelia Einbock

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