Anzeige: - -
Neue Seiten + Bilder
Aquaristik
Hunde
->Shop
->Bücher
->Beschreibungen
->Fotos/Postkarten
->Tipps
->Anzeigen
->Forum
->Videos
->Links
->Zeitschriften

Katzen
Nagetiere
Pferde
Terraristik
Vögel
Bauernhoftiere
Sonstige Tiere

Pflanzen-Magazin
Rezeptbote
Bilderbuch Erde

Shop
Tierfotos/Postkarten
Tierbeschreibungen
Tipps zur Tierhaltung
Kleinanzeigen
Foren
Links
Chat
Zoos
Spiele
Gästebuch
Seite empfehlen
Impressum/Info
e-mail

Listinus Toplisten

Border Terrier
Border Terrier-Bücher

Zu den PostkartenIm Frühjahr 1998 hat sich unter den Züchtern von Border Terriern in Deutschland eine Interessengemeinschaft von verantwortungsvollen Züchtern gegründet:
Die Arbeitsgemeinschaft Offenes Zwingerbuch AOZ. Ziel dieser AOZ ist es, den Informationsaustausch von zuchtrelevanten Daten zu fördern ohne deren Kenntnis eine verantwortungsvolle Zucht nicht möglich ist.
Der ehrliche Umgang miteinander, das heißt , daß man auch über in der Zucht auftretende Fehler offen spricht und zum Nutzen der Hunde Konsequenzen daraus zieht, gehört zu einer verantwortungsvollen, tierschutzgerechten Hundezucht.
Niemals sollte persönliche Eitelkeit oder gar das finanzielle Interesse an einer Rasse die gerade " am Markt geht" zum Sand werden, der den klaren Blick trübt, mit dem ein Züchter seine von ihm gezüchteten Tiere betrachten muß.
Jeder Züchter eines Hundes trägt die Verantwortung für das Glück, welches ein Welpe aus seiner Zucht in die neue Familie bringt, aber auch für das Unglück welches das Tier und die Besitzer eines Hundes ertragen müssen, wenn dieser an einer Erkrankung leidet, welche durch verantwortungsvolle Zuchtauslese hätte vermieden werden können. Es gehört ohne Frage zur unbedingten Pflicht jedes Hundezüchters sich zu informieren und nach bestem Wissen und Gewissen Sorge dafür zu tragen, daß nur in jeder Hinsicht gesunde Tiere, zur Zucht verwendet werden.
Von keiner systematisch gezüchteten Rasse wird man behaupten können, sie sei total gesund. Auch die Border Terrier sind es nicht. Der Unterschied besteht nur darin, wie man mit gewonnen Erkenntnissen umgeht. Frei nach dem Motto: Was ich nicht weiß , macht mich nicht heiß oder setzt man sich zusammen, spricht rechtzeitig gemeinsam über auftretende Probleme.
Obwohl diese AOZ zunächst natürlich nicht mit einhelliger Begeisterung von den Züchtern aufgegriffen wurde, hat sich doch die Idee durchgesetzt und die Arbeitsgemeinschaft hat mehr Zulauf gefunden als zunächst erwartet. Auch von den Züchtern in anderen Ländern und anderer Rassen wurde die Idee aufgegriffen, ein Nebeneffekt, der durchaus nicht unbeabsichtigt war.
Der Border Terrier erfreut sich zunehmender Beliebtheit, nicht zuletzt wegen seines natürlichen freundlichen Aussehens und der ihm nachgesagten robusten Gesundheit. Damit der Border so gesund bleibt, muß mit aller Bestimmtheit Erkenntnissen nachgegangen werden, die durch die Datenerhebung der AOZ oder aus sonstigen Hinweisen, gewonnen wurden. Es haben sich Hinweise ergeben, für das vermehrte Vorkommen von Krampfanfällen bei Border Terriern, welche in einem deutlichen Zusammenhang mit der Ernährung des Hundes zu stehen scheinen.
Inzwischen wurden etwas über 120 Border Terrier aus fast allen in Deutschland vorkommenden Zuchtlinien untersucht. Bisher konnten wohl einheitliche Beobachtungen und Symptome erhoben werden, eine endgültige Diagnose steht jedoch noch nicht mit hinreichender Sicherheit fest. Bei fast allen näher untersuchten Hunden war die Leber zu klein, eine Auffälligkeit die sich auch bei anderen kleinen Terriern findet. Die Überprüfung der Leberfunktion ergab im Vergleich zu anderen Rassen ,in einem nicht erwartet hohen Prozentsatz, erhebliche Abweichungen von den Normalwerten. Auch ergaben sich Hinweise für das Vorliegen einer Speichererkrankung.
Ziel der Untersuchungen, welche in Zusammenarbeit mit mehreren Universitäten in In und Ausland durchgeführt werden, ist es, eine Ursache für diese Krampfanfälle festzustellen und eine für das Tier möglichst wenig belastende Untersuchung zur Früherkennung dieser Veranlagung zu finden um letztlich eine sinnvolle zuchthygienische Entscheidung fällen zu können.
Wir sind froh und sehr dankbar für die durchweg sofortige bereitwillige Hilfe der Universität Gießen, Bern ,Uetrecht und der Cornell Universität New York sowie etlicher Wissenschaftler die uns beratend unterstützt haben und noch unterstützen. Ein nicht zu ersetzendes Medium war,- (hier einmal mehr nutzbringend angewendet), das Internet, durch welches die erforderlichen Kontakte sehr zeitsparend geknüpft werden konnten.
Zusätzlich sind wir auf die Hilfe von Border Terrier Besitzern angewiesen, welche einen Hund besitzen, der unten näher beschriebene Auffälligkeiten zeigt. Besonders auch um feststellen zu können, wie viele erkrankte Hunde es wirklich gibt. Häufig verbreiten sich negative Nachrichten schneller als positive und wenigen kranken Bordern stehen viele kerngesunde, fidele Prachtexemplare gegenüber, die ihren Besitzern überwiegend Freude bereiten. Die nicht wenigen bisher bekannt gewordenen Fälle von kranken Bordern sind jedoch für die Hunde selbst und für deren Besitzer so leidvolle Erfahrungen, daß wir versuchen möchten, solche Erkrankungen näher zu untersuchen und vielleicht in der Zukunft zu verhindern.
Die Symptome, welche sich zu Beginn der Erkrankung zeigen, sind überaus vielfältig und werden, ebenso wie die ersten, sehr leichten, kurzen Krampfanfälle, häufig wenig beachtet oder auch übersehen.
Manche Hunde zeigen zu Beginn "mäkeliges" Fressen oder Bauchschmerzen nach dem Verzehr von bestimmten Futtermitteln. Die Tiere zeigen deutliches Unbehagen mit "Hartwerden" des Bauches oder auch Erbrechen / Durchfall. Auch wird berichtet, daß die Hunde ohne Futter vor sich zu haben-, "schmatzend" dastehen oder "leerkauen" Im weiteren Verlauf zeigen diese Border zunächst anfallsweise Schwäche und Schwanken in der Hinterhand, später wird der Hinterleib verkrampft, während der vordere Teil des Körpers unverändert bleibt. Die Tiere sind ansprechbar, verlieren nicht das Bewußtsein und sind direkt nach einem solchen Anfall, der wenige Sekunden bis Minuten dauern kann, völlig unbeeindruckt und fröhlich. Bleibt der Hund unbehandelt so kann sich daraus ein mehr oder weniger regelmäßiges Anfallsgeschehen entwickeln, welches auf die gängigen Medikamente die normalerweise zur Unterdrückung epileptischer Anfälle gegeben werden, nicht oder nur unzureichend reagiert.
Als Ursache für die bei den Bordern nicht nur vereinzelt vorkommenden Krämpfe, käme auch die bei anderen kleinen Terriern bekannte, hepatische mikrovaskuläre Dysplasie in Betracht, d.h. eine Erkrankung bei welcher die Lebern zu klein und viele der kleinen Lebervenen, welche für die Filterfunktion der Leber notwendig wären, nicht angelegt sind. Eine Weile hilft sich die bekanntermaßen sehr belastungsfähige Leber ,aber schließlich gelangen Eiweißabbauprodukte, welche nicht in der beeinträchtigten Leber "entgiftet" werden konnten, ins Gehirn und wirken dort neurotoxisch, d.h. verursachen Schäden , welche zu Krämpfen führen können. Wie oben erwähnt ergaben sich aber auch Hinweise auf eine Speichererkrankung.
Da diese Erscheinungen noch nicht abschließend untersucht sind, können wir bedauerlicherweise nur wenige Empfehlungen zur Behandlung machen. Für alle Border Terrier, insbesondere natürlich für solche mit Lebererkrankungen gilt jedoch die Empfehlung sie möglichst eiweißarm zu ernähren und dabei möglichst viel auf Milcheiweiß zurückzugreifen. Wir werden die abschließenden Ergebnisse unserer Untersuchungen in Kürze an dieser Stelle veröffentlichen.
Uns wird vorgeworfen wir wollten den Border Terrier "krank reden" und anderen Züchtern das "Geschäft vermiesen". Nein! Wir wollen den Tatsachen ins Auge sehen und versuchen den Border Terrier als absolut liebenswerte Rasse zu erhalten, unserer Verantwortung als Züchter gerecht zu bleiben und gesunde Hunde zu züchten. Der aufgeklärte Welpenkäufer wird, wenn er informiert ist, selbst wählen wo er einen Hund kauft und wo vielleicht auch nicht. Diese Leberauffälligkeit betrifft alle Züchter und alle Linien! Nur im Umgang mit diesen Informationen unterscheiden sich die Geister!
An dieser Stelle sei all denjenigen Züchtern und Besitzern, die Ihre Tiere haben untersuchen lassen, ganz herzlich gedankt für Ihre Mitarbeit. Besonderer Dank gilt aber einem Border Terrier Besitzer der völlig uneigennützig diese, in ihrer Gesamtheit recht umfangreichen und aufwendigen Untersuchungen. durch seine großzügige Unterstützung überhaupt möglich gemacht hat.
Es wird noch einige Arbeit zu leisten sein, bis wir unser Ziel erreicht haben, die nicht gerade leichteste davon ist der Versuch, menschliche Animositäten oder gar Antipathien, zugunsten eines gemeinsamen Zieles zu überwinden
Abschließend also noch einmal unsere dringende Bitte:
Helfen Sie uns durch Ihre Mitarbeit, wenn Sie Besitzer eines Hundes mit oben beschriebenen Erscheinungen sind. Ihre Angaben werden vertraulich behandelt. Wir stellen Ihnen gerne Informationsmaterial für Ihren Tierarzt zur Verfügung, bitten Sie aber zu unserer Entlastung um einen mit 3,30 frankierten DIN 5 Rückumschlag, für die Versendung.
An die AOZ, z.Hdn. Diana Tillner,Tierärztin, Waldesruh 13, 30900 Wedemark, Tel:05130/7550, Fax: 05130/36104

Google

Anzeige:
RSS 2.0