Anzeige: - -
Neue Seiten + Bilder
Aquaristik
Hunde
->Shop
->Bücher
->Beschreibungen
->Fotos/Postkarten
->Tipps
->Anzeigen
->Forum
->Videos
->Links
->Zeitschriften

Katzen
Nagetiere
Pferde
Terraristik
Vögel
Bauernhoftiere
Sonstige Tiere

Pflanzen-Magazin
Rezeptbote
Bilderbuch Erde

Shop
Tierfotos/Postkarten
Tierbeschreibungen
Tipps zur Tierhaltung
Kleinanzeigen
Foren
Links
Chat
Zoos
Spiele
Gästebuch
Seite empfehlen
Impressum/Info
e-mail

Listinus Toplisten

Cocker Spaniel
Cocker Spaniel-Bücher

Zu den PostkartenDiese agilen Hunde mit einer Schulterhöhe von ca. 40 cm enden heutzutage leider oft als überfütterte "Couchkartoffel". Cocker Spaniel (Englischer Cocker Spaniel) sind als Jagdhunde eingesetzt worden und sind von daher schon sehr bewegungsfreudig. Wird ihm dieser Auslauf nicht gegönnt, verfettet er schnell und Folgeschäden lassen nicht lange auf sich warten. Ideal sind die Cocker Spaniel also für Leute, die viel spazieren gehen oder Fahrradausflüge unternehmen. Wer ihm diese Bewegung zugesteht, wird viel Freude mit seinem Cocker haben.
Rote Cocker Spaniel sind besonders anfällig für die sogenannte Cockerwut. Diese tritt erst bei ausgewachsenen Tieren auf, wobei der Hund unkontrollierbare Agressionsanfälle bekommt und sogar seine Bezugsperson beißt. Leider bleibt den Besitzern dann oft nichts anderes über, als den Hund einzuschläfern.
Epilepsie ist vor allem bei bunten Cockern häufiger als bei anderen Hunderassen. Da Epilepsie erblich ist, kann man ihr nur Herr werden, wenn verantwortungsvolle Züchter von Epilepsie betroffene Hunde von der Zucht ausschließen.
Oliver Kube


Lieber Herr Kube!
Ich bin durch ein Suchprogramm auf Ihre Seite gestoßen. Denn ich habe als Suchbegriff "Cockerwut" eingegeben. Erstmals möchte ich sagen, daß ich es toll finde, daß jemand dieses Thema anspricht! Denn um ehrlich zu sein wird es bei Cockerzüchtern und -freunden meist etwas vertuscht oder zur Vergangenheit gezählt. Leider!
Nun zu meinem Cocker Spaniel. Meine Familie (ich war damals ca.15, meine Schwester 13 Jahre) hatte sich dazu entschlossen einen Hund zu sich zu nehmen. Wir fuhren damals ins Tierheim bei uns in der Stadt. Es sollte ein nicht allzu großer Hund sein, so wollten es meine Eltern. Der einzige nicht allzu große Hund war ein roter Cocker Spanielrüde namens Georgi. Er trat uns freundlich und lieb entgegen. Man sagte uns, daß er ein ganz lieber sei und acht Monate alt sei. Wir nahmen ihn mit, Impfpaß und Papiere sollten in zwei Wochen folgen.
Es stellte sich bald heraus, daß er jegliche andere Form von Hund und jedes Kind unter ungefähr 10 Jahren hasste. Er hätte zum damaligen Zeitpunkt sogar einen Welpen totgebissen. Wir meldeten uns beim örtlichen Hundeverein an und besuchten einen Abrichtekurs. Er lernte die Hunde in seiner Gruppe zu ignorieren, sogar ein wenig Agility unter Hündinnen war nach einiger Zeit möglich. Ich machte die Begleithundeprüfung mit ihm. Und ich lernte ihm zumindest Welpen und Hündinnen in Ruhe zu lassen, sie zumindest nicht anzugreifen.
In der Zwischenzeit hatten wir mehr durch Zufall und Glück erfahren, daß dieser Hund ursprünglich aus der Tschechei kam, in einem Zoo-Geschäft im Schaufenster gesessen hatte, dann bei einer Frau mit zwei kleinen Kindern gehaust hatte, nie Papiere da waren und er eigentlich schon über ein Jahr war als wir ihn holten. Leider hatte uns das Tierheim belogen.
Er benahm sich äußerst dominant und besitzergreifend. Schließlich kam es zu einigen Zwischenfällen, wo er meinen Vater und meine Schwester anfiel. Nach langen Gesprächen und Überlegungen ließen wir ihn schließlich mit etwa drei Jahren kastrieren. Seine Dominanz meinem Vater und meiner Schwester gegenüber besserte sich kurz darauf. Seine Agression anderen Hunden gegenüber nicht. Einige Zeit ging es besser, wir glaubten es geschafft zu haben.
Dann begann eine Zeit in der er öfters über Familienmitglieder herfiel. Uns fiel auf, daß er dabei nicht er selbst war. Es schien als würde vor ihm ein Film ablaufen, als würde er in dem Moment nicht uns sehen. Er sah in solchen Momenten aus wie ein Wolf, eine Bestie. Ich beschäftigte mich bis zum Umfallen mit Verhaltenstherapien von Hunden, las hunderte von Büchern und stieß eigentlich durch ein Seminar zum Thema "Die große Kampfhundelüge" auf Dr. Roger Mugford und seine Bücher. Ich lernte ihn persönlich kennen und er meinen Hund. In den Tagen mit ihm war mein Hund wie ausgewechselt und ein bißchen hat er davon beibehalten. Er hat damals erfahren, daß ihm andere Hunde nicht unweigerlich Böses tun. Er ist zwar auch heute noch ein Kämpfer, aber durch das Halti oder bei Freilauf (was er bis dahin nur bei Nacht oder Regenzeiten haben konnte) durch den Beißkorb ist es uns möglich, ihn fast überall hin mitzunehmen, auch wenn wir oft genug wie Aussätzige mit ihm behandelt werden.
Das Verhalten zu anderen Hunden war nun erträglich, das Verhalten innerhalb der Familie wurde immer schlimmer. Es kommt noch dazu, daß er wahrscheinlich getreten oder/und geschlagen wurde, vor dem Drübersteigen oder -beugen panische Angst hat, sogar bei anschlagenden Türen (wenn sie nicht ganz zu sind) in Panik verfällt. Jegliche Situationen dieser Art wurden von der gesamten Familie samt Bekannten vermieden. Auch jegliches Spielzeug (in seinem Fall vor allem Stofftiere) wurden weggeräumt, damit er sie nicht verteidigen konnte - wir gingen zuerst, dann er durch Türen und über Stiegen.
Manchmal schien es schon fast vergessen, dann kam wieder eine seiner Attacken, welche sich bis jetzt immer nur im Haus abspielten. Als es dann zu einem Vorfall im Garten unserer Bekannten, an der Leine, gegen ein Nicht-Familienmitglied kam, waren wir am verzweifeln. Wir wußten, er kann nichts dafür, aber wir wußten auch, daß es so nicht weitergehen konnte!
Ich hatte schon in Mugfords Büchern über die Cockerwut gelesen - zu diesem Zeitpunkt kam mir der Zufall zur Hilfe und ich bekam durch die Aufmerksamkeit einer Leserin eines Hundemagazines an das ich geschrieben hatte, einen deutschen Zeitungsartikel in die Hände. Er befaßte sich mit Mugfords Studie über 60 Cockerspaniel. Dabei hatte er festgestellt, daß eiweißreduziertes Futter das Verhalten der Cocker beeinflussen konnte.
Ich rannte sofort am nächsten Tag zu unserem Tierarzt um ihm das zu erzählen. Georgi bekommt heute eiweißreduziertes Futter (Futter mit wenig Rohproteinen) und - ich möchte nichts verschreien - seit eineinhalb Jahren kam es nie wieder zu einem derartigen Vorfall. Sicher, er wird nie ein ganz normaler Hund werden und Vorsicht ist immer geboten. Aber das sind Dinge die mittlerweile zu unserem Alltag gehören - bei Besuch ins Körbchen, keine Dinge zum Verteidigen herumliegen lassen, nicht über ihn beugen, usw.
Ich will damit nur sagen: Wenn man WILL, dann kann man auch mit einem so, sagen wir mal gehirnkranken Hund leben, den man muß es als Krankheit sehen. Ich weiß aber auch, daß er heute vielleicht nicht mehr leben würde.......! Aber daran will ich gar nicht denken, denn trotz unserer Narben, die er hinterlassen hat, lieben wir ihn. Und ich weiß auch, daß das nicht alle Eltern mitmachen, sich sozusagen ein drittes, schwerbehindertes "Kind" aufzulasten.
Georgi ist jetzt 7 Jahre und ein autoliebender, kleintiereliebender Schmusehund. Es stimmt mich traurig, wenn ich darüber nachdenke, was Menschen aus ihm gemacht hatten - zum einen durch die "Zucht" bedingt, zum anderen durch die Mißhandlungen. Und wenn ich ihn da so neben mir liegen sehe bin ich froh, daß wir nicht zu früh aufgegeben haben!
Liebe Grüsse aus St.Pölten/Österreich
Elke Fleischer

Hallo, Hr. Kube
Heute bin ich durch Zufall auf Ihre Veröffentlichungen gestoßen und möchte dazu ein paar Bemerkungen machen.
Sie sprechen von Cocker-Wut bei den "Roten", dazu möchte ich Ihnen einen Auszug aus einer Untersuchung, die in den Neunzigern im Auftrag des Jagdspaniel-Klub´s ( VDH) gemacht wurden, senden. Insgesamt ging es bei der Untersuchung um Farben und deren statistisches Auftreten seit Gründung des JSK.
........................"Cocker-Wut "oder " Cocker rage Syndrom" wurde 1966 zuerst beschrieben. Hierbei handelt es sich um eine Verhaltensanomalie, die hauptsächlich bei einfarbigen Cocker Spaniels beobachtet wurde und die sich in enormer Aggressivität äußert. Obgleich die genetischen Ursachen dieser Anomalie nicht restlos bekannt sind, schadete sie der Popularität der roten Cocker-Spaniels; seit dem Bekanntwerden des Syndroms gingen die Eintragungszahlen deutlich zurück. Da hauptsächlich rote Hunde betroffen waren, ging man anfangs davon aus, daß ein Zusammenhang mit der Fellfarbe besteht.
Eine plausiblere Erklärung aber, warum die Erkrankung nicht bei mehrfarbigen Spaniels beobachet wurde, scheint folgende zu sein:
Da als zuchtlenkende Maßnahme in der Mitte des letzten Jhdt. die Verpaarung ein- und mehrfarbiger Cocker Spaniels erschwert wurde, wurde die Erkrankung aus der Mehrfarbigen-Population herausgehalten. Da rote, schwarze sowie anders einfarbige Hunde miteinander verpaart werden können, konnte sich die Erkrankung in der Einfarbigen-Population ausbreiten. Der rote Cocker, der in den 50-70ern die stärkste Fraktion der Eintragungen stellt ( z. T. über 50 % aller eingetragenen Cocker-Spaniels), fiel naturgemäß auch zahlenmäßig am stärksten durch Erkrankung auf...................
Ich habe in den letzten Jahren sehr viele Kontakte zu Züchtern des JSK, da ich seit 1998 auch selbst züchte. Von einer Krankheit Cocker-Wut kann heute wohl bei Hunden aus VDH-Zucht nicht mehr die Rede sein. Die Aggression bei der Erkrankung äußert sich ja in unkontrolliertem Verhalten gegenüber Menschen. Es gibt wohl einige einfarbige ( Linien ) in denen mehr Aggression auftritt, diese richtet sich dann allerdings gegen Artgenossen, nicht gegen Menschen. Wir haben in Unserer Bezirksgruppe einige SCHWARZE Hündinnen, auf die man sehr aufpassen muß, wenn alle frei auf dem Übungsplatz laufen dürfen. Das sie alles schwarz sind und die roten nicht auffallen wird aber wohl ein Zufall sein. Mit Menschen, auch fremden oder Kindern sind alle diese Hündinnen völlig friedfertig.
Über den Bericht von Georgi bin ich natürlich ganz entsetzt und hoffe sehr, daß er wirklich nicht mehr auffällig wird.
Weiterhin ist es wohl heute so, daß Epilepsie etwa gleich häufig in der ein- und mehrfarbigen Population auftritt. Es gibt Statistiken und eine Gruppeneinteilung alle Zuchthunde von A-C, die zumindest einen Anhaltspunkt für die Zucht gibt. Das Epilepsie-Kranke Tiere nicht in die Zucht gehören ist meiner Meinung nach selbstverständlich, aber es soll ja überall schwarze Schafe geben.
Ich persönlich würde NIE (mehr) einen Hund mit ungeklärter Abstammung erwerben, sei es von Dissidenz-Vereinen oder Importen aus dem Ostblock, dort gibt es ja auch für Cocker regelrechte Zuchtfabriken, die nur auf Profit aus sind. In den 80 ern hatte ich zwei Rüden von einem Dissidenz-Klub, beide waren im Wesen völlig o.K, einer war aber schon als Welpe sehr krank, weil nie entwurmt und hatte lange Zeit schweren Durchfall. Den Laden hat man ein paar Jahre später zu gemacht, die Bilder waren im Regionalfernsehen zu sehen........ ENTSETZLICH. ausgemergelte Zuchthündinnen, die als Wurfmaschinen mißbraucht wurden.
Beim JSK und den anderen VDH-Cockerclub´s SCS und DCC wird die Zucht i.a. als Hobby betrieben, aber auch bei den Großen kann man seine Nase reinstecken und die Hunde genau in Augenschein nehmen. Wer gegen Zuchtbestimmungen grob verstößt bekommt erst eine Geldstrafe, bei 3 x Verstoß Ehrenratsverfahren, was gleichbedeutend ist mit Zuchtverbot.
Ansonsten finde ich Ihre HP sehr gelungen und informativ, alles Gute und freundliche Grüße von
Birgit Borsdorf

Sehr geehrter Herr Kube,
mit Interesse habe ich das Schreiben von Frau Borsdorf gelesen. Ist diese Frau eine Züchterin wie Sie schreibt? Es kommen bei den einfarbigen Cockern immer wieder Cocker mit der sogenannten "Cockerwut" vor, nur das wird von den Züchtern vertuscht und sollte es einmal ein Züchter melden, dann wird er nieder gemacht (Name ist mir bekannt). Das hat sich in einem Zuchtverein im VDH zugetragen. Von einem Gutachten was der Jagdspaniel-Klub gemacht haben soll, ist mir nichts bekannt (kümmert sich dieser Verein um Hundezucht?), aber das in der Hunde Revue Heft 7/2000 ein Artikel dieses Thema beschreibt, genau wie in Ihrem Buchtip, das sollte Frau Borsdorf sicherlich wissen.
In Ihren genannten Zuchtvereinen, sind wiederum Fehler, es gibt den CCD (Cocker Club Deutschland e.V.), SCD (Spaniel Club Deutschland e.V. mit den zur Zeit strengsten Zuchtbestimmungen für Spaniel im VDH) und noch den jagdlichen Verein. Der Jagdspaniel Klub geht sogar soweit, Großzüchter zu schützen die gegen die Haltungsbetimmungen des Vereins und des VDH verstossen, wegen der Welpenzahlen. Meine Meinung als Spanielkenner, die Welpenkäufer sollten soviel Fragen wie nur möglich stellen, den ganzen Zwinger besichtigen und unangemeldet den zweiten Besuch tätigen, beim ersten Besuch sollte eine Kaufendscheidung nicht fallen. Finger weg von Züchtern, mit mehreren Rassen, mit ungepflegten Hunden und wo die Welpen nicht neugierig sind.
Das mußte ich leider auf den Brief von Frau Borsdorf schreiben, denn gegen die Cockerwut wird nichts in Deutschland unternommen, denn Zuchthunde sind ja, sooo wertvoll.
Mit freundlichen Grüßen
Walter Schneider

Hallo Hr. Kube
In dem genannten Artikel aus der Hunde-Revue 7/2000 wird keinesfalls der Ausdruck " Cockerwut" gebraucht. Nach der etwas reißerischen Überschrift Forschung :"Aggressive Cocker-Spaniel", habe ich mir ein wenig mehr an Information erhofft. Befragt wurden 1100 engl. Besitzer reinrassiger Cocker-Spaniels nach dem Aggressionsverhalten in 13 verschiedenen Situationen, diese Situationen wurden hier nicht beschrieben.
Ich habe nicht von einem Gutachten, sondern Untersuchungen gesprochen, auch daß es dabei um Farben und deren statistischem Auftreten ging. Untersucht wurden 9 Zuchtbücher der Jahrgänge 1917 bis 1990 mit 3551 Würfen und 17266 Welpen, desweiteren sind hier die Untersuchungen von Little, Robinson, Willis und Pape mitberücksichtigt. Es werden die diversen Allelserien für die Farbvererbung angegeben. Außerdem fanden Untersuchungen über die Rassen Deutsche Dogge, Bullterrier, Staffordshire Bullterrier, Collie, Pudel, Dalmatiner und American Cocker, statt. Nachdem in den 50-70 er Jahren die roten Cocker die höchsten Eintragungszahlen stellten( meist über 50 %), gingen diese Zahlen auf 18,54 % im Jahre 1990 zurück. Als Grund wurde die Cocker-Wut genannt und hierbei die genannten Erklärungen abgegeben.
Ich habe die diversen Cocker-Zucht Vereine im VDH absichtlich ohne Wertung genannt, den " jagdlichen" Verein, also den Jagdgebrauchshundverband, JGHV ( dessen Mitglied der Jagdspaniel-Klub ist) habe ich leider nicht erwähnt, außerdem hat sich beim SCD ein Schreibfehlerteufel eingeschlichen, sorry. Leider gibt es diese Aufsplitterung der Vereine, es ist schade, daß hier nicht mehr Zusammenarbeit erfolgt, zum Wohle des Spaniels und dessen Zucht. Das Konkurrenzdenken geht aus dem Brief, des Spanielfreundes Hr. Walter Schneider klar hervor. Auch hier kann ja ein Jeder Seine Wahl frei treffen. Den Empfehlungen zum Welpenkauf kann ich nur beipflichten, diese gelten aber auch für alle Hunde. Vielleicht sollte man auch erwähnen, daß es im Grunde Empfehlungen zur Käuferauswahl geben sollte, denn nicht Jeder ist für eine bestimmte Hunderasse als Halter unbedingt geeignet.
Als absoluter Anhänger dieser Rasse gehe ich blauäugig davon aus, daß jeder verantwortungsbewußte Züchter sich bemühen wird, seine Hunde nach bestem Wissen und Gewissen zu züchten, aggressive und krankheitsbelastete Zuchthunde zu meiden. Aber es geht hier um Lebewesen und keine Klone, die DNA-Erforschung von Erbkrankheiten steht noch am Anfang, so daß auch bei bester Auswahl immer wieder Rückschläge entstehen können. Es sollte einem informierten Kaufinteressenten durchaus möglich sein, diese Züchter zu finden.
Abschließend noch als Auszug aus dem F.C.I. Standard Nr. 5 für Cocker-Spaniel:
Allgemeines Erscheinungsbild: FRÖHLICH, robust, sportlich, gut ausgewogen, kompakt; mißt ungefähr gleich viel vom Widerrist zum Boden, wie vom Widerrist zur Schwanzwurzel.
Charakteristika: Fröhliches Wesen mit unermüdlichem Rutenspiel zeit eine typische eifrige Bewegung, hauptsächlich beim Folge einer Spur, unerschrocken in unwegsamem Dickicht.
Wesen: SANFT und ANHÄNGLICH, jedoch VOLLER LEBEN und ÜBERSCHWANG
Birgit Borsdorf

Hallo Herr Kube,
es ist schon interessant, was Frau Borsdorf zusammen schreibt. Schauen Sie sich einmal das Internet an, Homepages über Spaniel gibt es reichlich, aber was für welche, Champion, Champion usw. aber nur nur ein paar zeigen etwas über ihre Cocker/Zucht, wo diese gehalten werden, nennen die Würfe die sie hatten.
Um was geht es hier eigentlich, um Spaniel - Hunde - oder um Geldverdienen, Selbstbewußtsein, Bestätigung was diese Leute doch alles für ihre Hunde tun. Denn der Gartenzaun muß ja wegen der Hunde gestrichen/erneuert werden, die Ausstellungen müssen die Hunde ja bezahlen, denn jeder Hund geht lieber auf Ausstellungen als ins Feld, glauben das gewisse Züchter. Es ist traurig!
Das was Frau Borsdorf schreibt mit den Zuchtbüchern, finde ich lustig, was wollen Sie zum Beispiel im Zuchtbuch des JSK für aussagefähige Erkenntnisse sammeln können. Dort steht nichts über Erbkrankheiten, denn wer sollte diese melden, etwa ein Züchter? Soetwas haben wir nicht, Einhoder, Cockerwut, Rolllider, HD, gegen das Tierschutzgesetz kupierte Spaniel, Zahnfehler, PRA, Epilepsie, FN usw., alles ist doch in bester Ordnung. ODER?
Zur Cocker Wut verweise ich einmal auf das Spaniel Buch von Bruce Fogle, Seite 18, " Die Cambridge-Studie, die über 1000 Haushalte mit Cocker Spaniels in Großbritannien erfaßt hat, kommt zu dem Ergebnis, daß einfarbige Cocker in 12 von 13 Situationen eher zur Aggressivität neigen. Rot-goldene Tiere entpuppen sich als die aggressivsten überhaupt, und zwar in Situationen, in denen Fremde oder Familiemitglieder beteiligt waren, aber auch dann, wenn sie bestraft wurden oder KEINE erkennbare Ursache vorlag." Jetzt würde Frau Borsdorf sagen, ja in GB, gut. Schauen Sie einmal in ein Zuchtbuch, sehr viele Engländer(Cocker) kommen zu uns und selbstverständlich in die Zucht?! Wo kommen die Spaniels denn her, Mutterland ist England!
Ich stelle mir schon lange die Frage, warum werden unsere Spaniel nicht mit den Chip versehen und warum streuben sich die Vereine gegen die DNA Datenbanken. Würde die Zucht evtl. durchschaubar werden? Wären dann die Verpaarungen die in den Ahnentafeln stehen auf wirklich getätigt worden. Man könnte viel besser züchten und wenn eine Erbkrankheit durchbricht, gezielt in die Zucht eingreifen, aber da sind ja wieder die Kosten, Chip DM 40,-- / DNA DM 50,-- und das bei einem Welpenpreis von bis zu DM 2500,--. Ich glaube hier müßte noch Luft für weitere DM 100,-- sein und die Zucht würde durchschaubarer für Verein, Züchter, Welpenkäufer und für die zukünftigen Züchter und Welpenkäufer.
Wie heißt es so schön, "packen wir es an" denn das wie es jetzt läuft, kann es nicht für die Zukunft sein. Ich bin sehr neugierig ob jetzt auch einmal, jemand anderes sich zu Wort meldet.
Mit freundlichen Grüßen
Walter Weber

Leider muß ich mich doch noch einmal zuWort melden. Wenn ein Buchinhalt zitiert wird, dann doch bitte auch im gesamten Zusammenhang.
Im Buch von Bruce Fogle Seite 18 steht zu Beginn des Kapitels:
" Eine überaus liebenswürdige Rasse - Eine Untersuchung, die an der englischenUniversität Cambridge durchgeführt wurde, hat ergeben, daß Cocker-Spaniels verspielter, leichter erziehbar und weniger aggressiv sind als die meisten Hunde. Unter bestimmten Umständen jedoch können Cocker ihr Futter verteidigen oder sogar Kinder attackieren; aber das ist hier kein größeres Problerm als bei anderen Rassen. Dank der Bereitschaft des British Cocker Spaniel Clubb, bei den Untersuchungen mitzuirken, sind diese Verhaltensformen beim Cocker besser erforscht als bei anderen Hunden."
Danach kommt dann der Abschnitt mit den " hitzigen Rotschöpfen"
In der Einführung ist bei Bruce Fogle zu lesen:
" Ein häusliche Jäger - Der Cocker Spaniel und sein amerikanischer Vetter besitzen ein liebenswertes und freundliches Wesen, das sie zu idealen Hausgenossen macht............"
Warum so heftig, meine Herren, warum Belustigung? Konstruktive Kritik an Vereinsinterna stehen in der Rassebeschreibung für mich nicht im Vordergrund. Hier soll doch dem geneigten Leser und Interessenten ein Bild des Cocker-Spaniels vermittelt werden. Streitigkeiten und Differenzen in den Klub´s gibt es sicherlich auch bei anderen Hunderassen. Für mich persönlich ist der Cocker-Spaniel gerade wegen seines Wesens der ideale Partner. Seine Fröhlichkeit, das Temperament, die Anhänglichkeit begeistern mich täglich auf´s Neue.
Auf weitere Wortmeldungen bin aber auch ich tatächlich sehr gespannt.
MfG
Birgit Borsdorf

Google

Anzeige:
RSS 2.0